Der Inhalt
© Reinehr Verlag | Die Rentnerin Erna Zeck bewohnt ein kleines Häuschen mit großem Garten außerhalb des Dorfes.
Mit ihren Freunden Beate und Gerhard trifft sie sich regelmäßig zum Karten spielen. Sie wird täglich von
der Gemeindeschwester Monika besucht. Eines Tages tauchen Herr Pfaff und sein Assistent Schneider auf und eröffnen Erna, dass hier demnächst ein Golfplatz mit allen Schikanen gebaut werden soll. Da ihr Haus mitten auf dem künftigen Baugelände steht, soll sie es an Pfaff verkaufen. Da sie jedoch ihr Zuhause auf keinen Fall verkaufen will, planen die Investoren, Erna das Leben zur Hölle machen, um so oder so doch noch in den Besitz ihrer Immobilie zu gelangen. Nun ist guter Rat teuer. Wir wünschen beste Unterhaltung! |
Personen und ihre Darsteller
| Erna Zeck | Rentnerin | Karin App | Beate Kohl | deren Freundin | Andrea Meyer |
| Gerhard Maurer | gemeinsamer Freund | Peter Meyer |
| Herr Pfaff | Geschäftsführer | Manfred App |
| Herr Schneider | seine rechte Hand | Herbert Wiemken |
| Schwester Monika | Gemeindeschwester | Daniela Albers |
| REGIE | Manfred App und Peter Meyer | |
| Bühnenbild | Egon Schröder |
| Ingrid Wiemken |
| Hanna Meyer |
| Max Amann |
| Catharina Meyer |
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Der Autor

Herbert Hollitzer
Quelle:Herr Hollitzer
Ich bin 59 Jahre alt und vor 20 Jahren aus Hessen nach München gezogen (der Liebe wegen). Hier in einer Milionenstadt war es für mich zunächst sehr schwer mir wieder einen Freundeskreis aufzubauen. Daher war es für mich ein Glücksfall, daß ich mich einer Theatergruppe im Stadtteil Pasing anschließen konnte.
Seit nunmehr 8 Jahren bin ich dort als aktives Mitglied dabei. Inzwischen darf ich auch Regie führen. Mehr aus Verlegenheit, weil es zu wenige geeignete Stücke gab, die wir mit unserem kleinen Ensemble besetzen konnten, habe ich angefangen eigene Stücke zu schreiben. Unser Theater spielt im Frühjahr und im Herbst je eine Komödie. Die Lustigkeit der Stücke ist für uns ausschlaggebendes Kriterium bei der Auswahl. Unser Publikum ist es von uns gewohnt belustigt und unterhalten zu werden. Diesem legitimen Interesse fühlen wir uns verpflichtet. Es ist für mich immer wieder spannend aus einem Textbuch, daß nur ein Stück bedrucktes Papier ist, lebendige Figuren und deren Motive und Konflikte hervorzuzaubern. Glückliche Momente entstehen immer dann, wenn es dem Akteur gelingt eine tiefgründige Gefühlslage glaubhaft (ergreifend) aufs Publikum überspringen zu lassen.
Zum Stück:
Es gibt eine Vorlage, die mich inspiriert hat. Im Stück "Mein Freund Harvey" (Scharz-Weiß-Film mit James Stuard) kommt ein lebensgroßer weißer Hase (eben der Harvey) vor, den nur die Hauptfigur sehen kann, der darauf hin von seiner Umgebung für verrückt erklärt wird. Im Film tritt der Harvey leibhaftig auf, nur die Mitspieler tun immer so, als würden sie ihn nicht sehen.
In München macht sich schon seit vielen Jahren eine ungute Entwicklung breit. Ganze Stadtviertel werden "umgestaltet", d.h. in Wahrheit, daß alte Häuser mit wenig Komfort und wenig Mieteinnahmen saniert (luxussaniert) werden und die früheren Bewohner diese neuen Mietpreise nicht mehr bezahlen können. Sie werden dadurch einfach verdrängt. Wer nicht will, wird mürbe gemacht. Das hinausekeln der wenig solventen Altmieter nennt mann "entmieten". Diese Vorgänge wurden von mir literarisch verarbeitet und in den ländlichen Raum übertragen. Die Spinnerei der Erna Zeck bietet den Investoren eine Handhabe, dieses unerwünschte Investitionshindernis los zu werden. Ohne ihre Freunde wäre die arme Erna Zeck verloren.
Das Stück soll wieder einmal zeigen, wie wichtig Freunde in der Not sind, und daß es oft die kleinen Marotten und Eigenheiten sind, die einen Menschen einzigartig und liebenswert machen und daß Individualität und Solidarität kein Gegensatz sein müssen.
Quelle: Herr Hollitzer
